Aluminium in LEED- und BREEAM-zertifizierten Projekten: Punkterelevante Kriterien
- Strategisches Material für nachhaltige Gebäude
Der Bausektor trägt eine große Verantwortung im Kampf gegen die Klimakrise. Zertifizierungssysteme wie LEED und BREEAM belohnen umweltfreundliche Bauweisen. Bei Projekten, die Gold- oder Platin-Status anstreben, ist die Materialwahl entscheidend. Aluminium ist dank seiner "unendlichen Recyclingfähigkeit" ein strategisches Material in LEED v4.1.
- Direkter Beitrag von Aluminium zu LEED v4.1 Credits
Aluminiumprodukte punkten besonders in der Kategorie "Materialien und Ressourcen" (MR).
2.1. Umweltproduktdeklaration (EPD)
LEED v4.1 fordert Transparenz über Umweltauswirkungen. Unter MR Credit: Building Product Disclosure and Optimization – EPD:
- Option 1: Der Einsatz von mindestens 20 Produkten mit einer EPD bringt 1 Punkt.
2.2. Beschaffung von Rohstoffen (Recyclinganteil)
Die Herstellung von Sekundäraluminium benötigt 95 % weniger Energie als Primäraluminium. LEED fördert Recyclinganteile.
- Die Deklaration des Anteils an "Pre-consumer" (Industrieabfall) und "Post-consumer" (Endverbraucherabfall) Recyclingmaterial in Profilen bringt Punkte.
- Zudem fördert die lokale Beschaffung (Regional Priority) die Reduzierung von Transportemissionen.
2.3. Innenraumluftqualität (Emissionsarme Materialien)
Aluminium emittiert keine VOCs (Flüchtige Organische Verbindungen). Wichtig ist die Beschichtung: Elektrostatische Pulverbeschichtungen, die im Werk eingebrannt werden, gasen nicht aus und unterstützen den Credit "Low-Emitting Materials" – im Gegensatz zu Baustellenlacken.
- Fazit
Für LEED/BREEAM-Projekte ist nicht nur die physische Qualität, sondern die Dokumentationsfähigkeit des Lieferanten entscheidend. EPD-zertifizierte Aluminiumprofile mit hohem Recyclinganteil sind der Schlüssel zu Ihren Nachhaltigkeitszielen.